Generative KI

Generative KI
Womit beschäftigen wir uns?
Generative Artificial Intelligence (GenAI) ist eine Form der künstlichen Intelligenz, die zur Erstellung digitaler Inhalte wie Bilder, Tondateien, Code oder andere Textformen verwendet wird. Dies wird durch fortgeschrittene maschinelle Lernverfahren erreicht, die als Deep Learning oder neuronale Netze bekannt sind. GenAI ist in der Lage, gleichzeitig verschiedene Arten von Ergebnisausgaben zu erzeugen, was als multimodale KI bekannt ist, und die menschliche kreative Vielfalt simuliert. Die Verknüpfung verschiedener Datentypen erhöht die Kreativität der KI, was zu präzisen und kontextreichen Ergebnissen führt.
Die Qualität der Ergebnisse hängt von den verwendeten Trainingsdaten und den gegebenen Kommandos (Prompts) ab. Die Trainingsdaten bilden die Grundlage für das Lernen der KI, während die Prompts die KI leiten und die Art der generierten Inhalte prägen.
Bei dieser aufkommenden Disziplin liegt der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit zwischen dem Menschen und der KI, was zu sehr guten Ergebnissen führt. Diese Interaktionsperspektive führt zum Forschungsgebiet der Conversational AI oder ConAI.
Wir nutzen bestehende generative KI-Modelle, um Innovationen in verschiedenen Bereichen wie Gesundheitswesen, Bildung, Personalwesen und Marketing voranzutreiben und die Aufgabenbearbeitung sowie Entscheidungsprozesse zu verbessern. Durch die Integration von GenAI-Technologien verwandeln wir komplexe Daten in aussagekräftige Erkenntnisse und personalisierte Inhalte, die User Experience und betriebliche Workflows in verschiedenen Domänen optimieren.
Unser Ansatz konzentriert sich auf die strategische Anwendung von multimodaler KI, um menschliche Wahrnehmung und Kreativität zu simulieren, wodurch eine Kollaboration zwischen menschlichem Experten und künstlicher Intelligenz gefördert wird.

Exemplarische Anwendungen
- Gesundheitswesen: GenAI bereichert elektronische Krankenakten durch die Zusammenfassung von Gesprächen und die Klärung medizinischer Begriffe für Patientinnen & Patienten und bietet gleichzeitig Diagnose- und Behandlungsoptionen zur Unterstützung klinischer Entscheidungen. Sie beschleunigt die Entwicklung von Gesundheitslösungen und rationalisiert die klinische Dokumentation.
- Bildung: GenAI unterstützt Lehrende bei der Erstellung und Bewertung von Unterrichtsmaterialien und hilft Studierenden bei der Recherche und Sprachverbesserung. Es hilft auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Entwicklung von Studien und der kritischen Analyse von akademischen Texten.
- Personalwesen: Automatisierung der Beantwortung von Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiteranfragen; der Bereitstellung von personalisierter Arbeitshilfen der Förderung von Wohlbefinden der Mitarbeitenden, zum Beispiel durch einen Konversationsagenten, der kognitive Verhaltenstherapie anwendet und depressive Symptome reduziert.
- Marketing: Dynamisches Messaging durch Personalisierung, um die richtige Werbung/Nachricht zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Kundin bzw. den richtigen Kunden zu senden.
Forschungsgruppe für Angewandte Künstliche Intelligenz
Die Forschungsgruppe für Angewandte Künstliche Intelligenz am Hochschulinstitut Schaffhausen (HSSH) untersucht die Entwicklung, Anwendung, empirische Evaluation und verantwortungsvolle Nutzung künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt stehen generative KI und Large Language Models, Mensch–KI-Kollaboration, KI-gestützte Wissensarbeit und Entscheidungsfindung sowie der Einsatz von KI in Forschung und Hochschulbildung.
Die Forschungsgruppe versteht künstliche Intelligenz sowohl als Forschungsgegenstand als auch als neue computergestützte Infrastruktur für wissenschaftliches Arbeiten. Sie untersucht, wie KI-Systeme Forschung unterstützen können – von Literaturrecherche, Hypothesenbildung und Forschungsdesign über Datenaufbereitung, Programmierung und statistische Analyse bis zur Interpretation, Dokumentation und wissenschaftlichen Kommunikation.
Ziel ist es, wissenschaftlich belastbare und praktisch einsetzbare Verfahren für die Zusammenarbeit von Menschen und KI zu entwickeln. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit KI-gestützter Ergebnisse, dem Umgang mit Halluzinationen und Unsicherheit, der Quellenprüfung, menschlicher Aufsicht, wissenschaftlicher Integrität, Datenschutz und verantwortungsvoller KI-Governance.
Forschungsschwerpunkte
– Angewandte künstliche Intelligenz und generative KI
– Large Language Models und KI-gestützte Wissensarbeit
– Mensch–KI-Interaktion und Mensch–KI-Kollaboration
– KI-gestützte Entscheidungsfindung
– Empirische Evaluation von KI-Systemen
– KI in wissenschaftlicher Forschung und Forschungsmethodik
– KI in Hochschulbildung, Lehre und Lernen
– Responsible AI, KI-Governance und KI-Regulierung
– Digitale Transformation und intelligente Organisationen
Forschungsansatz
Die Forschungsgruppe arbeitet interdisziplinär und empirisch an der Schnittstelle von Informatik, Verhaltenswissenschaften, Management und Hochschulforschung. Je nach Forschungsfrage kommen experimentelle und quasi-experimentelle Designs, quantitative Befragungen, qualitative Studien, vergleichende Evaluationen, Fallstudien, computergestützte Analysen, Prototypenentwicklung und Mixed-Methods-Ansätze zum Einsatz.
Forschungsprojekte werden transparent dokumentiert und verbinden wissenschaftliche Relevanz mit praktischer Anwendbarkeit. KI-generierte Ergebnisse werden kritisch geprüft; Nachvollziehbarkeit, Reproduzierbarkeit und angemessene menschliche Verantwortung sind zentrale methodische Grundsätze.
Aktuelles Forschungsprogramm
Das aktuelle Forschungsprogramm umfasst fünf miteinander verbundene Themenfelder:
- Mensch–KI-Kollaboration: Bedingungen, unter denen KI menschliches Denken, Kreativität, Wissensarbeit und Entscheidungsfindung wirksam ergänzen kann.
- Generative KI für Forschung und Wissensarbeit: Einsatz von Large Language Models für Recherche, Analyse, Programmierung, Wissenssynthese und wissenschaftliche Kommunikation.
- Empirische Evaluation von KI-Systemen: Vergleich von KI-Modellen, KI-gestützten Prozessen und Mensch–KI-Arbeitsformen anhand von Kriterien wie Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Effizienz, Konsistenz und Nutzbarkeit.
- KI-gestützte Hochschulbildung: Auswirkungen generativer KI auf Lehre, Lernen, Prüfung, Forschung und akademische Kompetenzentwicklung.
- Responsible AI und KI-Governance: Wirksame, transparente, verantwortbare und regulatorisch angemessene Einführung fortgeschrittener KI-Systeme in Hochschulen und anderen wissensintensiven Organisationen.
Die Themenfelder bilden den Rahmen für Forschungsprojekte, Promotionsvorhaben und kooperative Studien der Forschungsgruppe.
Wissenschaftliche Leitung / Principal Investigator
Prof. Dr. Dr. Christian Werner
Professor of Artificial Intelligence and Digital Transformation
Principal Investigator, Research Group for Applied Artificial Intelligence
Rektor, Hochschulinstitut Schaffhausen
Christian Werner leitet die Forschungsgruppe für Angewandte Künstliche Intelligenz und trägt die akademische Verantwortung für ihre Forschungsagenda und wissenschaftliche Qualität. Zu seinen Aufgaben gehören die Initiierung und Leitung von Forschungsprojekten, die methodische Weiterentwicklung, die Betreuung von Forschenden und Promovierenden sowie der Aufbau von Forschungskooperationen und geförderten Forschungsvorhaben.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen künstliche Intelligenz, digitale Transformation, Mensch–KI-Interaktion, KI-gestützte Entscheidungsfindung und organisatorische Auswirkungen neuer Technologien.
Institutioneller Kontakt:
Christian.Werner@hochschule-schaffhausen.ch
Hochschulinstitut Schaffhausen, Rheinstrasse 10, CH-8200 Schaffhausen, Schweiz
Institutionelle Zugehörigkeit und Akkreditierung
Die Forschungsgruppe für Angewandte Künstliche Intelligenz ist am Hochschulinstitut Schaffhausen (HSSH) in der Schweiz angesiedelt. Das HSSH ist ein institutionell akkreditiertes universitäres Institut im Schweizer Hochschulbereich. Die institutionelle Akkreditierung wurde vom Schweizerischen Akkreditierungsrat nach dem Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) erteilt. Mit Entscheid vom 12. Dezember 2025 bestätigte der Schweizerische Akkreditierungsrat die Erfüllung der mit dem Akkreditierungsentscheid verbundenen Auflagen.
– Institution: Hochschulinstitut Schaffhausen (HSSH)
– Institutionstyp: Institutionell akkreditiertes universitäres Institut
– Staat: Schweiz
– Akkreditierungsinstanz: Schweizerischer Akkreditierungsrat
– Rechtsgrundlage: Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG)
– DEQAR Institution ID: DEQARINST9481
– ROR: 01h4pzb37
Nachweise:
Institutionelle Akkreditierung des HSSH · Bestätigung der Auflagenerfüllung · DEQAR-Eintrag · ROR-Eintrag
Forschungsteam und Kooperation
Die Forschungsgruppe bietet ein akademisches Umfeld für Forschende und Promovierende, die an angewandten und empirischen Fragestellungen der künstlichen Intelligenz arbeiten. Sie begrüsst Kooperationen mit Hochschulen, Forschungsinstituten und einzelnen Forschenden, insbesondere zu generativer KI, Mensch–KI-Kollaboration, KI-gestützter Wissenschaft und empirischer Evaluation von KI-Systemen.
Mögliche Kooperationsformen umfassen gemeinsame Forschungsprojekte, vergleichende und interdisziplinäre Studien, Promotionsforschung, wissenschaftliche Publikationen, Forschungsinfrastruktur und geförderte Forschungsvorhaben.
Kontakt für Forschung und Verifikation der institutionellen Zugehörigkeit:
Prof. Dr. Dr. Christian Werner · Christian.Werner@hochschule-schaffhausen.ch
